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Montag, 21. Februar 2011

Du läufst und läufst und läufst.
Du rennst weg. Denn es wird dir zu viel. Jeder ist dir zu viel. 
Jedes Gesicht, jedes Wort, jeder Mensch. 
Alles könnte dich in der nächsten Sekunde zerfetzen, weil du seelisch instabil bist.
Du entfernst dich mit jedem weiteren Schritt, doch vermissen wirst du nichts.
Liebe und Geborgenheit sind schon seit langem kein Teil mehr von deinem Leben. Getötet wurden sie von den Menschen, die dir am Nächsten standen und etwas in dir haben sie damals mitgetötet.

Nur das Knirschen der Steine ist unter deinen Füßen zu hören.
Du willst, dass es aufhört, dass er aufhört, dass die Stimmen in deinem Kopf endlich Ruhe geben. Aber diesen Gefallen tun sie dir nicht. Im Gegenteil. Die Stimmen schreien dich jetzt regelrecht an.
Krampfhaft versuchst du sie zu ignorieren, schaffst es nicht. Tränen rinnen über deine Wangen, hinterlassen brennende Spuren.
Und plötzlich ist es ruhig.
Du brichst zusammen, wirst wieder von der Einsamkeit aufgefangen. Dir wird kalt, deine Arme schlingen sich um deinen Körper und du hoffst nur, dass es schnell vorbeigeht.
Deine Gedanken, sie beginnen sich zu drehen. Um nichts und wieder nichts. Immer schneller drehen sie sich.
Und dann ist auch das vorbei, denn etwas schließt sich um dich.
Zwei dunkle, zerschlissene Flügel und Hitze. Beides schlingt sich von hinten um dich und du lässt dich fallen.
Hier hast du nichts mehr, wofür es sich zu leben lohnt.
Das Letzte, was du mitbekommst ist der Atmen an deinen Ohr und die Worte, die folgen:
Lu erwartet dich bereits.

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