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Samstag, 20. November 2010

Goddamned.

Also ich will das Thema jetzt echt nicht auslatschen, aber ich könnte mich schon wieder so drüber aufregen!
Hab' heute paar Artikel im Netz gefunden in denen es um's Outing im Fußball ging.

"Dass die Zeit reif ist für bekennende Homosexuelle im Profi-Fußball, glaubt Assauer nicht. Im Fußball funktioniert das nicht. Die, die sich outen, werden plattgemacht. Von ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion. Diese Hetz-Jagd sollte man ihnen ersparen."

Sehen wir mal davon ab, dass dieses Zitat von Assauer stammt [den ich für das verabscheue:"Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist. Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen - such Dir einen neuen Job."] sagt er ja das, was viele denken.
Fußball ist ein Heten-Sport. War es schon immer. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es nicht so bleiben wird.

Ich las, dass theoretisch in jedem Fußballverein mindestens drei Männer gibt, die homosexuell sind.
Sie leben ein Doppelleben und das muss echt heftig sein. Nach außen hin sind sie der (nehme ich jetzt einfach mal an) Bundesligaprofi, der auf Frauen steht und sowieso total hetero ist, aber im selben Moment sträubt sich alles in ihm dagegen. Er muss seine Bedürfnisse unter den Tisch kehren. Das ist Verleumdnung seiner selbst, richtig belastend. Aber sie können die beiden Leben nicht vereinigen, weil das würde gegen die gesellschaftlichen Ansichten gehen. 

Es ist das, was Assauer schon sagte. Sie würden von den Fans und den Mitspielern plattgemacht.
Wieso?
Ist die Frage, die sich mir da permanent stellt.
Haben die Mitspieler Angst, dass derjenige sie unter der Dusche begrabscht? Dass er ihnen eindeutige Blicke zuwirft? Dass er sich urplötzlich, obwohl sie Jahre lang, einfach nur normal miteinander geredet haben, in ihn verliebt?
Und die Fans. Was treibt sie dazu, die Männer so fertig zu machen? Letztendlich zählt doch die Leistung auf dem Feld. Aber anscheinend bin ich eine der Wenigen, die das so sieht. Ein schwuler Fußballer ist in der heutigen, ach so toleranten Gesellschaft, undenkbar.
Und ich kann es immer noch (und werde es auch nicht) verstehen.
Diese "angeblichen" Gründe sind einfach nur Stuss.
Die Menschen haben Angst vor Veränderungen, haben Angst davor, dass ihr gesamte, schön geordnete Welt aus den Fugen gerät. 
Angst.
Die schwulen Fußballer haben Angst, die Mitspieler haben Angst, die Fans haben Angst.
Dieses ganze Geflecht ist mit Angst durchzogen.
Ihr könnt mir jetzt zustimmen oder auch nicht. ist schließlich meine ganz persönliche Meinung, aber es kann echt nicht sein, dass so abfällig auf den Zusammenhang "schwul" und "Fußball" reagiert wird.

Montag, 1. November 2010

Live. Love. Tolerate.


Dieses Video beschäftigt mich schon ziemlich lange. Eigentlich das ganze Thema.
Vorher hat es mich nicht wirklich interessiert, ich habe es nur am Rande mitbekommen, aber seitdem ich die FF's schreibe und lese, habe ich nur noch damit zu tun. Und leider stoße ich auch immer wieder auf Unverständnis. Was meine Storys betrifft, aber auch das Thema.
Dabei sollte es doch eigentlich zu den normalsten Dingen zählen. Ich meine, wir leben im 21. Jahrhundert und sind immer noch so intolerant. Natürlich möchte/kann/will ich nicht alle unter einen Hut stecken. Aber seht doch mal. Wie würdet ihr reagieren, wie würde die Gesellschaft, die Menschen reagieren, wenn sich zum Beispiel ein bekannter Sportler als homosexuell outen würde? Denkt mal drüber nach.
Natürlich ist mir klar, dass nicht nur Schwule zu dem Thema gehören, auch Lesben. Aber ich habe das Gefühl, das die Homosexualität bei Frauen viel leichter genommen wird, als die bei Männern.
Liegt wahrscheinlich daran, das der Mann immer als "Leittier" (ich nenn's jetzt einfach mal so) dargestellt wurde/wird. Er ist der Ernährer, derjenige der das Geld reinbringt, derjenige der das stärkere Geschlecht repräsentiert. Doch wir sind in Zeiten des Umbruches. Die Frauen übernehmen Rollen der Männer, schaffen sich ihre eigenen Grundlagen ohne Mann. Jedoch wird das genauso wenig akzeptiert, wie die gleichgeschlechtliche Liebe.
Ich schweife ab. Doch die Themen hängen alle irgendwie zusammen.
Wie gesagt, es ist mir unverständlich, wie man so intolerant reagieren kann. Es sind doch immer noch Menschen, sie haben keine Krankheiten, sind ganz normal wie du und ich und trotzdem grenzt man sie so stark ab. Sollte nicht sein, darf nicht, kann einfach nicht sein!
Jedoch ist nicht nur die Gesellschaft richtig schlimm, was Homosexualität betrifft. Die Kirche (ich verallgemeiner sie jetzt einfach mal) ist nicht besser. Es gibt genug Gruppen, die versuchen einen zu "bekehren", einen in ein normales, heterosexuelles Leben zurückzuführen.
Ihr glaubt nicht was ich für Wut auf die habe. Das ist Verleumdnung seiner Selbst. Ich glaube auch nicht, das man damit glücklich werden kann...
Jedoch spielt die Kirche auch noch eine weitere Rolle in der Sache, die ziemlich unverständlich für mich ist.
Der sogenannte "Judaskuss".
Judas küsste Jesus und verriet ihn somit. Man könnte ja jetzt sagen, dass das absolut nichts damit zu tun hat. Jedoch sehe ich das anders. Judas küsste einen Mann auf den Mund und sowas steht in der Bibel, wenn man die Einstellung von der Kirche zur Homosexulität mal sieht, ist das doch ziemlich seltsam nicht? 
Gut, die Kirche ist heutzutage nicht mehr ganz so voreingenommen, aber doch genug um kleinere Gruppen/Sekten, die das Denken von damals noch nicht abgelegt haben, die es wahrscheinlich auch nicht tun werden, in ihrem Tun weiter zu bestärken.
Aber gut lassen wir das Thema. Ich mach' mir ja nur Feinde, wenn ich sowas schreibe.
Weil ich bin ja dann rassistisch (-.-''), wenn ich mich gegen die Kirche stelle und die Bibel für nichts als das Werk von ein paar Menschen halte, die absolut nichts mit Gott oder etwas ähnlichem, nicht existierenden, zu tun haben.
Ich will einfach nur damit erreichen (falls das überhaupt jemand liest), das nochmal über die Ansichtsweise des Themas "Homosexualität" nachgedacht wird.
Man muss es ja nicht so sehen wie ich, aber man sollte, man muss es wenigstens akzeptieren und nicht diskrimiernd, den Personen gegenüber, werden. 
Homosexualität
gehört einfach mit zu den Themen die angesprochen, über die nachgedacht werden sollte.