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Freitag, 26. April 2013

Es ist da.
Es kratzt und reißt und beißt sich durch mich durch. Immer noch.
Ich sehe in den Spiegel, blicke in meine Augen und weiß, dass das Ding in mir noch lebt.
Ich sehe wie es sich in meinen Augen reflektiert und mich hämisch angrinst.

Niemand versteht das. Niemand kann das nachvollziehen, denn niemand hat dasselbe Ding in sich.
Es ist anstrengend etwas in der Form mit sich herumzutragen, zu wissen, dass man es nie wieder loswerden wird, zu wissen, dass man ewig allein damit sein wird.

Das hier war nie meine Welt.
Ich bin stark, aber nicht stark genug.
Mein Empfinden von Liebe ist nichtig. Ich bin gestraft mit meinem Verstand.
Nichts hat Sinn.

Im Endeffekt bin ich nur ein biologisches Abfallprodukt.
Ausgestoßen aus einem Leib und blutend liegen gelassen. Einfach so.
In all diese Wunden kam dann irgendwann dieses Ding gekrochen und gab mir ein Gefühl von Heimat. Bis es sich so sehr festgesaugt hatte, dass es unmöglich war es wieder loszuwerden. Bis es begann mich aufzufressen und nur noch Zweifel in mir hinterließ.

Und jetzt stehe ich kämpfend zwischen zwei Welten. Zwei Welten, die nicht miteinander bekannt sind.
Jeder Tag ist ein Kampf dieses Ding nicht noch einmal die Oberhand zu lassen.
Aber das sieht keiner, denn keiner sieht das, was in mir passiert.

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