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Mittwoch, 30. November 2011

Du liegst da. Einfach nur da, denn deine Ketten binden dich. Verbieten dir jede kleinste Bewegung.
Die Ketten sind heiß und du spürst,
wie sich das Metall in deine Haut einbrennt.
Du windest dich, du wimmerst, du flehst und weißt doch tief in deinem Innern, dass du das willst, dass du das brauchst, dass du es liebst. Du weißt es genauso gut wie er.

Schmerzen sind ein Teil von dir. Sie zeigen dir, dass du noch existierst.
Aber manchmal spürst du, dass du zu mehr fähig bist als dem. Genau in solchen Momenten, in denen er bei dir ist, in denen er dich entführt, in denen spürst du, dass es noch etwas anderes gibt.
Dann steht die Zeit still, dann atmest du nur noch für ihn, dann existierst du nur noch für ihn und alles scheint wieder einen Sinn zu ergeben.

Ein kalter Luftzug streift durch den Raum und über deine Haut. Er spielt wieder mit dir. Hält dich hin. Lässt dich warten.
Und du? Du spielst das Spiel mit. Etwas anderes kannst du auch gar nicht, denn er macht die Regeln, nicht du. Du hast dich zu fügen, zu unterwerfen, nicht er.
Und doch bist du am Ende die Siegerin.

Dein Gedankengang wird unterbrochen, als sich eine Hand nur für den Hauch einer Sekunde auf deine Wange legt.
Es ist nur eine flüchtige Berührung und doch löst sie Gefühle in dir aus, die dich fast um den Verstand bringen. Zu intensiv, zu vielfältig ist das, was sich da gerade zuträgt. Hier in diesem Raum. Da, wo du dein zu Hause gefunden hast. Bei ihm. In seiner Nähe. Unter seinen Berührungen. In seinem Leben.




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