Es ist leer in mir. Die Uhr tickt. Lebenszeit verstreicht ungenutzt.
Ich existiere so vor mich hin. Weil ich muss. Weil ich es mir nicht aussuchen konnte.
Ob meine Existenz überhaupt Notwendigkeit besitzt, das frage ich mich. Immer öfter.
Manchmal möchte ich nicht mehr existieren, denn sie macht mich krank, meine Existenz. Ungebraucht steht sie in der Ecke herum und wartet. Wartet auf das, was den Fall verlangsamt, mein gottverdammtes Herz nicht mehr so unkontrolliert schlagen lässt. Sie wartet auf das Unmögliche.
Ich bin unbeachtet von Menschen, von ihm.
Wissen, welches schmerzt. Doch der Schmerz ist süß, viel zu süß.
Kaum tragbar. Ich muss trotzdem damit klarkommen. Alleine. Wie mit allem anderen auch.
Man lebt nicht um glücklich zu sein, wenn es soetwas wie Glück, Glaube und Hoffnung überhaupt gibt. Wahrscheinlich ist es nur eine Vorstellung der Menschen, um sich ihre mehr als fragwürdige Existenz in irgendeiner Weise ertragbar zu machen.
Natürlich könnte ich sie auslöschen, meine Existenz, wie eine Kerze oder zusehen, wie sie weiter verbrennt. Ich könnte sie brennen lassen.
Mich an meinem eigenen Schmerz bereichern, ich Masochist.
Vielleicht ist der Drang zur Selbstzerstörung, das was ich brauche.
Current music: Mina Harker - Tiefer
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